Dienstleiter Pr. Heidemann legte dazu das Bibelwort aus Jesaja 40, 31 zugrunde: „Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“ Pr. Heidemann machte zu Beginn deutlich, dass wir „gelernt“ haben, bei Gott zu bleiben, denn er helfe uns durch unsere Probleme hindurch - mit ihm sei es leichter. Doch wer bereits einige Jahre mit diesem Grundsatz lebe, stelle irgendwann fest, dass es manchmal gar nicht so leicht sei, diesen Grundsatz hochzuhalten. Auf den Herrn zu harren bedeute „aktives Warten“. Pr. Heidemann verglich das Leben von Jutta und Wolfgang Zeller mit einem Seil: Aus vielen einzelnen Fäden hätten die beiden ein Seil des Lebens gemacht, was sich nicht mehr zerreißen ließe.
Harren bedeute Bögen zu spannen - ein „Wir“ zu schaffen. Dazu gab Pr. Heidemann viele Beispiele, anhand derer dieses Bild greifbar wurde. Wer nicht harre, bekomme auch keine neue Kraft. Neue Kraft zu bekommen bedeute nicht, dass die eigene Kraft erneuert und gestärkt werde - sondern man bekomme eine neue göttliche Kraft. Pr. Heidemann erinnerte dabei an Paulus, den Gott in seiner Schwachheit beließ - ihn aber mit seiner Gnade segnete.
Im zweiten Teil des Gottesdienstes erklärte Pr. Heidemann dann das Bild des Adlers: Dieser Adler sei im Urtext eigentlich ein Geier, aber Luther habe sich für den Adler entschieden. Er schwebe über den Dingen und habe damit entsprechenden Weitblick - ganz wie Gott, der über allen Dingen steht und einen unvergleichlichen Weitblick habe. Das solle auch denen zuteil werden, die auf den Herrn harren.
Pr. Dröge nahm in seinem Mitdienen das Diamantpaar als Beispiel und Beweis, dass es richtig sei, was Jesaja vor 2000 Jahren gesagt habe. Ein Leben mit Gott sei einfach viel besser als ein Leben ohne Gott - und deshalb seien die beiden auch heute hier. In der Segensansprache nahm Pr. Heidemann Bezug auf das, was über dem Leben des Jubelpaares stehe: Dankbarkeit, Dankbarkeit Gott gegenüber. Das Jubelpaar habe harren richtig verstanden in den vergangenen 60 Jahren. Dies brauche Kraft und sei mit menschlicher Kraft alleine gar nicht machbar. 60 Jahre Ehe seien kein Spaziergang, es brauche Gott, um diesen Weg zu schaffen. Die beiden mögen auch weiterhin im Sinne des Bibelwortes harren und neue Kraft bekommen.
Neuapostolische Kirche